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| Aufbringen des Schleifmittels |

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Vor dem Bezeichnen müssen die
Steine eben geschliffen werden. Geringste Unebenheiten
können dazu führen, dass das Bild nicht gleichmäßig
gedruckt wird. Als Schleifmittel werden Wasser
und unterschiedlich gekörnter Schleifsand
(Flintsand) eingesetzt. Die richtige Kombination von
Schleifsand und Wasser ist entscheidend für die
Qualität der Oberfläche. Zuwenig Wasser verteilt den
Schleifsand ungleichmäßig und es können Kratzer
entstehen.
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| Schleifen |

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Mit einem zweiten Stein fährt man in Achterbewegungen über den zu schleifenden Stein.
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| Der Stein
nimmt die "Originalhandschrift" des Künstlers
auf |

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Bei einer Lithographie kann der
Stein spontan oder nach einer Skizze bezeichnet werden.
Mit Stiften oder Feder und Tusche werden
detaillierte Elemente der Zeichnung
herausgearbeitet. Um flächendeckenende Farbtöne zu
erzeugen, werden die entsprechend- en Partien mit Feder
und Lithotusche ausgemalt. Mit Kreide erzeugt der
Künstler Strukturen und Graustufen. Dadurch
kann die Farbgebungt der
Lithographie verändert werden. Das Motiv muß
spiegelverkehrt auf den Stein gegezeichnet werden, da das
Papier direkt vom Stein bedruckt wird. |
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| Vorgänge
im Verborgenen |

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Damit
die Druckfarbe nur an den bezeichneten Stellen haftet,
muß der Stein durch ein besonderes Verfahren mit
Gummiarabicum und Salpetersäure behandelt werden. Eine
dünn aufgetragene Schicht Gummiarabicum bewirkt, daß
die unbezeichneten Stellen Wasser binden. Die
bezeichneten Stellen werden zum Schutz vor
Säureeinwirkungen mit Talkumpulver bestreut.
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| "Fertigmachen" |

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Äußerst vorsichtig bestreicht der
Lithograph die unbezeichneten Stellen mit Salpetersäure.
Die Säure öffnet die Poren des Steins, wodurch das
Gummiarabicum in den Stein eindringt. Durch das
Ätzen wird die Wirkung des Gummiarabicums
verstärkt. Der Stein ist nun für den Druck
vorbereitet.
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| Anfeuchten |

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Der Druck erfolgt von Hand auf einer
alten gußeisernen Presse. Der Stein wird mit einem
feuchten Schwamm abgerieben.Dadurch bleibt die Druckfarbe
nur an den bezeichneten Stellen haften. Mit einer
Gummiwalze trägt der Steindrucker die Farbe auf den
Stein auf. |
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| Das
Zusammenspiel von Kraft und Farbe |

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Das Papier wird auf den
eingefärbten Stein gelegt und mit dem
"Pressspan"abgedeckt. Der Stein wird mit einer
Handkurbel unter den feststehenden Reiber gefahren. Mit
einem Hebel muß der Druck des Reibers auf den Stein
vorsichtig eingestellt werden. Zuviel Druck läßt den
Stein brechen |
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| Das
Zusammenspiel von Kraft und Farbe |

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Um ein einheitliches Bild zu
erhalten, wird der Stein gleichmäßig unter dem
Reiber hindurchgeschoben. Vorsichtig muß der bedruckte
Bogen abgezogen werden. |
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Druck
mit vier Farben von vier Steinen
1. Farbe: hellblau |
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Die Farblithographie erfordert einen
erhöhten technischen Aufwand. Für jede Farbe muß ein
Stein geschliffen, präpariert und bezeichnet werden.
Der Druckbogen für das
entsprechende Farbmotiv muß an den Passerlöchern im
Stein präzise ausgerichtet werden, damit die
Einzelfarben im Gesamtbild übereinstimmen. Der
Druckvorgang wiederholt sich für jeden Stein. |
| Stein
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Druckbogen |
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Druck
mit vier Farben von vier Steinen
2. Farbe: gelb |
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| Stein
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Druckbogen |
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Druck
mit vier Farben von vier Steinen
3. Farbe: rot
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| Stein
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Druckbogen |
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Druck
mit vier Farben von vier Steinen
4. Farbe: dunkelblau |
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Der fertige Druck |
| Stein
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Druckbogen |
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